Zum 01.01.2019 hat der Gesetzgeber den Umgang mit Warengutscheinen neu geregelt.

Warengutscheine sind im Einzelhandel ein nicht unwichtiger Bestandteil des Geschäfts.
Bisher (= bis 31.12.2018) wurde der Verkauf eines Gutscheins umsatzsteuerlich wie folgt behandelt: Der Verkauf eines Gutscheines bei Ihnen führte nicht zu einem Umsatz, der der Umsatzsteuer unterliegt. Umsatzsteuer mussten Sie erst dann an das Finanzamt bezahlen, wenn der gekaufte Gutschein vom Beschenkten eingelöst wurde.

Ab 01.01.2019 unterscheidet der Gesetzgeber nun zwischen Einzweck- und Mehrzweck-Gutscheinen.

Beim Einzweckgutschein steht bereits beim Verkauf des Gutscheines der Umsatzsteuersatz fest, beispielsweise, weil Sie nur 19 %-ige Waren im Sortiment haben.

Beim Mehrzweckgutschein steht der Umsatzsteuersatz 7 % oder 19 % noch nicht fest, weil der Gutschein bei seiner Einlösung sowohl für 7 %-ige Ware als auch für 19 %-ige Ware verwendet werden kann, denn Sie führen in Ihrem Unternehmen Waren mit unterschiedlichen Steuersätzen.

Ab 01.01.2019 wird die Umsatzsteuer sofort beim Verkauf eines Gutscheines fällig und ist abzuführen, sofern es sich um einen Einzweckgutschein handelt.

Beim Verkauf eines Mehrzweckgutscheines wird wie bisher die Umsatzsteuer erst bei Einlösung des Gutscheines fällig.

Sie können die sofortige Umsatz-Versteuerung vermeiden, wenn Sie sowohl 7 %-ige als auch 19 %-ige Umsätze in Ihrem Sortiment haben. Bei Fragen zu diesem Thema rufen Sie uns an oder vereinbaren einen Termin.