Unvollständig geschriebene Rechnungen können sehr teuer werden:

Wer schon mal eine Umsatzsteuerprüfung erlebt hat, kann ein Lied davon singen. Umsatzsteuerprüfer zählen zu den pingeligsten. Einerseits zu Recht: Der Schaden durch Umsatzsteuerhinterziehung geht in die Milliarden. Deshalb kennt das Umsatzsteuerrecht immer schärfere Formvorschriften, die Steuerhinterziehung verhindern helfen sollen, aber leider vor allem die ehrlichen Steuerzahler treffen.

So drohen Jedem – teils erhebliche – Steuernachzahlungen, der seine Rechnungen ohne ordnungsgemäße fortlaufende Nummerierung versieht und den sogenannten „Liefer- bzw. Leistungszeitpunkt" nicht bzw. ungenau angibt. Kommt der Prüfer Jahre später, kann man das oft nicht mehr ergänzen bzw. korrigieren. Auf jeden Fall kostet es einen Haufen Nachzahlungszinsen – auch bei anschließender Korrektur.

Das trifft sowohl den, der unvollständige Eingangsrechnungen verbucht, ohne diese auf ihre Vollständigkeit zu überprüfen, als auch – nach einem Urteil des Thüringer Finanzgerichtes vom 23.7.2009, auf Rechnungsaussteller. Das Gericht beruft sich in seinem Urteil 2 K 184/07 auf den § 14c des UStG.