Wichtige Informationen für Ehegatten

Das Bundesfinanzministerium hat rund ein Jahr nach Einführung der Abgeltungsteuer einen Anwendungserlass veröffentlicht, der wichtige Einzelfragen regelt. Nachfolgend sind wich­tige Aspekte für Ehegatten aufgeführt:

Depotüberträge:

Der Übertrag von Wertpapieren zwi­schen Einzel- und Gemeinschaftskon­ten bei Ehegatten gilt als unentgeltliche Übertragung und löst damit keinen Kapitalertragsteuerabzug als Veräuße­rungsvorgang aus. Die Bank muss die­sen Vorgang allerdings dem Finanzamt melden. Eine Meidung muss nicht er­folgen, sofern Altbestände übertragen werden, die nicht der Abgeitungsteuer unterliegen.

Das Jahr der Eheschließung:

Eine rückwirkende Erstattung bereits einbehaltener Kapitalertragsteuer ist auch im Jahr der Eheschließung auf­grund eines gemeinsamen Freistel­lungsauftrags möglich. Damit wird das Paar rückwirkend ab dem 1. Januar als verheiratet eingestuft, unabhängig vom Hochzeitstermin.

Verlustverrechnung:

Die Verrechnung von negativen Kapital­einnahmen aus dem Depot des einen Ehepartners mit positiven Erträgen des anderen Ehepartners bei der gleichen Bank ist ab 2010 möglich, wenn ein ge­meinsamer Freistellungsauftrag erteilt wurde. Daher kann ein Freistellungsauf­trag über 0 EUR notwendig sein, sofern dasVoiumen bereits bei einem anderen Institut ausgeschöpft ist.

BMF vom 22.12.2009, Az. IV C 1 - S 2252/08/10004, unter www.iww.de, Abruf-Nr. 100309