Ein Streitpunkt ist seit Jahren die Berechtigung von Kindergeldansprüchen, wenn die Kinder ganz oder teilweise gearbeitet haben. Die Kindergeldstelle zählt gerne mal die Einnahmen zusammen und teilt bei Überschreiten der jährlichen Einkommensgrenze von € 8.004 (ab 2010) gerne mit: gibt nichts.

Zweierlei ist zu berücksichtigen: Haben Sie an die Ausgaben der Kinder gedacht, die mit dem Job zusammenhängen? Und: Denken Sie daran, dass Einkünfte des Kindes aus einer Vollerwerbstätigkeit nach einer Ausbildung nicht zur Kürzung des Kindergelds führen dürfen. Das hat jetzt das Finanzgericht Düsseldorf entschieden (Urteil vom 30.9.2009 – 15 K 4679/08). Gleichzeitig kann – so das Gericht – nach der sog. „Meistbegünstigungsklausel" trotz Vollerwerbstätigkeit ein Kindergeld-anspruch für das komplette Jahr bestehen, wenn der Jahresgrenzbetrag von € 8.004 nicht überschritten wird.

Also – nachrechnen kann sich lohnen. Der Fiskus gibt sich mit dem Urteil allerdings nicht zufrieden und will eine Entscheidung des Bundesfinanzhofes herbeiführen.

Empfehlung: Klage einreichen und Ruhen des Verfahrens beantragen.