Wird bei der Anmeldung eines Gewerbes ernsthaft die Absicht bekundet, un­ternehmerisch tätig zu werden, muss das Finanzamt - außer in Fällen eines offensichtlichen Missbrauchs - auf Antrag eine Steuernummer für Umsatzsteuer­zwecke erteilen, so die Auffassung des Bundesfinanzhofs.

Der Anspruch ergibt sich mittelbar aus dem Gesetz, wonach eine Rechnung die Steuernummer des leistenden Un­ternehmers enthalten muss, damit der Empfänger den Vorsteuerabzug aus­üben kann. Die Berechtigung besteht bereits dann, wenn der Antragsteller be­absichtigt, gewerblich oder beruflich tä­tig werden zu wollen. Die Aufnahme der geplantenTätigkeit ist nicht erforderlich.

BFH-Urteil vom 23.9.2009, Az. II R 66/07 unter www. iwiv.de. Abruf-Nr. 094150