Wenn ein lediger Steuerpflichtiger im Haus der Eltern lebt, keine eigene Küche hat und weder Miete noch Nebenkosten an die Eltern zahlt, spricht das gegen eine doppelte Haushaltsführung und den daraus resultierenden Werbungskostenabzug.

In einem aktuellen Beschluss stellte der Bundesfinanzhof fest, dass weder die finanzielle Beteiligung bei der Unterhaltung des Haupthausstandes noch eine Küche unabdingbare Voraussetzungen für die Anerkennung einer doppelten Haushaltsführung sind. Beide Kriterien stellen aber gewichtige Indizien dar, die für einen eigenen Hausstand und somit für eine doppelte Haushaltsführung sprechen.