Als Unternehmer sind Sie verpflichtet, Ihren Kunden Umsatzsteuer in Rechnung zu stellen und im Rahmen einer Umsatzsteuervoranmeldung an das Finanzamt abzuführen. (Ausnahme: Ärzte, Versicherungsmakler u. a.)

Umsatzsteuer ist bei jeder getätigten Leistung fällig. Der allgemeine Steuersatz beträgt 19 %, der ermäßigte 7 %.

Umsatzsteuer ist in der Rechnung gesondert auszuweisen.

Für Ihre unternehmensbezogenen Einkäufe zahlen auch Sie Umsatzsteuer, Vorsteuer genannt. Diese können Sie mit der Umsatzsteuer, die Sie an das Finanzamt zahlen müssen, verrechnen.

Die Umsatzsteuervoranmeldung ist bei Existenzgründung in den ersten beiden Jahren monatlich elektronisch abzugeben, jeweils am 10. des Folgemonats. Mit Dauerfristverlängerung (Leistung einer Sondervorauszahlung in Höhe von 1/11 der zu erwartenden Jahressteuer) am 10. des darauffolgenden Monats.

Unterschieden wird Ist- und Sollbesteuerung. Bei der Ist-Besteuerung ist die Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen, die Ihr Kunde bereits an Sie bezahlt hat. Bei Soll-Besteuerung ist auch die Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen, für die die Leistung erbracht und die Rechnung geschrieben ist, obwohl Ihnen der Geldeingang noch fehlt. Ist-Besteuerung ist derzeit möglich bei Unterschreiten der Jahresumsatzgrenze von 500.000 €.

Kleinunternehmer

Diese können von der Umsatzsteuer gänzlich befreit werden, wenn die Umsätze im vorangegangenen Jahr 17.500 € nicht überstiegen haben und im laufenden Jahr 50.000 nicht übersteigen werden. Als Kleinunternehmer dürfen Sie keine Umsatzsteuer ausweisen. Sie können aber auch keine Vorsteuer geltend machen.