Beschränkter Abzug für die Kinderbetreuung ist zulässig.

Seit 2006 können Aufwendungen für die Kinderbetreuung in Abhängig­keit von den persönlichen Verhältnissen der Eltern als Betriebsausgaben, Wer­bungskosten oder Sonderausgaben ab­gezogen werden - allerdings nicht un­beschränkt, sondern nur zu 2/3. Zudem gilt ein Höchstbetrag von 4.000 EUR pro Kind und Jahr.

Nach einem Urteil des Finanzgerichts Sachsen ist die prozentuale Beschrän­kung nicht zu beanstanden. Eine ver­fassungskonforme Auslegung dahinge­hend, dass weitere Betreuungskosten zu berücksichtigen sind, ist nicht geboten. Ob die Höchstgrenze von 4.000 EUR ge­gen verfassungsrechtliche Grundsätze verstößt, musste nicht entschieden wer­den, da die Aufwendungen den Grenz­betrag im Streitfall nicht überschritten.

Praxishinweis: Da gegen das Urteil die Revision an­hängig ist, sollte in geeigneten Fällen Einspruch eingelegt und das Ruhen des Verfahrens beantragt werden.