Beträgt das Entgelt für die Überlassung einer Wohnung zu Wohnzwecken weniger als 56 % der ortsüblichen Marktmiete, dürfen die Werbungskosten nur im Verhältnis der tatsächlichen Miete zur ortsüblichen Miete abgezogen werden.

Diese Gesetzesvorschrift findet nach Auffassung der Oberfinanzdirektion Rheinland hingegen keine Anwendung, wenn Räume zu anderen Zwecken als zu Wohnzwecken, z.B. zu gewerblichen Zwecken, vermietet werden. Bei einer verbilligtenVermietung zu Nicht-Wohn­zwecken ist in jedem Fall einWerbungskostenabzug nur im Verhältnis der ver­einbarten Miete zur ortsüblichen Miete zulässig.

Vermietung zu Wohnzwecken: Sofern zwar 56 %, aber weniger als 75 % der ortsüblichen Miete vereinbart sind, muss durch eine Überschussprognose ermittelt werden, ob einTotalüberschuss erzielt werden kann. Nur dann wird der volle Werbungskostenabzug anerkannt. Um Probleme zu vermeiden, sollte die Miete über der 75 %-Grenze liegen.

OFD Rheinland vom 18.12.2003, Kurzinfo Ertrag­steuer Nr. 63/2009

Nach der gesetzlichen Regelung ge­hören zu den Herstellungskosten eines Gebäudes seit 2004 auch Auf­wendungen für instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die in­nerhalb von drei Jahren nach der An­schaffung des Gebäudes durchgeführt werden, wenn die Aufwendungen 15% der Anschaffungskosten des Gebäudes übersteigen. Konsequenz: Die Aufwen­dungen können nicht sofort, sondern lediglich über die Gebäudeabschrei­bung als Werbungskosten angesetzt werden.